Corpus sanum per pedem sanum

Der Fuß

Der Fuß ist die Schaltzentrale des menschlichen Körpers schlechthin. Er ist einerseits propriozeptives und andererseits kybernetisches Organ, steuert somit tagtäglich den Menschen und entscheidet ganz erheblich über das “fußeigene” sowie ganzheitliche Wohlbefinden. Aufgrund dieser herausragenden Stellung als Steuermann (Gubernator) und Motor des Menschen stellen der Fuß und die von ihm eingeleiteten Mechanismen ein sehr sensibles System dar.

Insbesondere die einzigartige Fähigkeit des Fußes, die „Taktile Gnosis“ (Wahrnehmung und Wahrnehmungs-
verarbeitung), ist störanfällig und unterliegt einer erheblichen Abnutzung. Folgeerscheinungen und sekundäre Schäden nicht nur des Fußes, sondern des gesamten Bewegungsapparates sollten daher durch Beachtung des Fußes vermieden werden.

Wir können sogar – wenn wir den Fuß achten – aus dieser Sonderstellung und Fähigkeit der „Taktilen Gnosis“ einen ganzheitlichen, therapeutischen Nutzen ziehen und den Fuß als Therapiemedium einsetzen.

Das IFFTH

Das Institut für Fußtherapie beschäftigt sich mit der Wissenschaft, Praxis und Lehre der Fußtherapie. Ein interdisziplinäres, unabhängiges Team aus Ärzten, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Podologen und Orthopädietechnikern hat sich zusammengeschlossen, um einen ganzheitlichen Therapieansatz zu entwickeln und eine Qualitätssicherung in der Prävention und Rehabilitation des Fußes zu etablieren.

Die Aufgabe des Institut für Fußtherapie ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse und aktuelle Entwicklungen in der Forschung durch ein fundiertes Fortbildungsprogramm an Physio- und Ergotherapeuten weiterzuvermitteln.

Ziele des IFFTH

  • Interdisziplinäre Kommunikation über den Fuß zwischen Ärzten unterschiedlicher Richtungen (Orthopäden, Chirurgen, Neurologen, Internisten, Unfallchirurgen), Physio- und Ergotherapeuten, Podologen und Orthopädiemechanikern (5 Zehen-/Säulenmodell)
  • Etablierung einer bundesweit anerkannten Zusatzqualifikation für Physiotherapeuten zum zertifizierten Fußtherapeuten (IFFTH)
  • Qualitätssicherung und Standardisierung der therapeutischen Befunderhebung und Behandlung des Fußes durch den Physiotherapeuten
  • Förderung der Evidenzbasierung und Leitlinienerstellung in der Fußtherapie
  • Konzeption und Durchführung von Symposien, Fachtagungen und Fortbildungen
  • Bildung von Arbeitsgruppen zu bestimmten Themen
  • Überregionale Netzwerkbildung zur Vermittlung von Patienten an Spezialisten aller oben angeführten Disziplinen (5-Säulen-/ Zehenprinzip)
  • Bildung von spezialisierten fußtherapeutisch tätigen Zentren

Das 5 Zehen-/Säulenmodell

Entsprechend der Position des Fußes im Rahmen eines modernen, ganzheitlichen fußorthopädischen Konzeptes haben wir ein 5 Zehen-/Säulenmodell entwickelt und den Fuß in ein Prophylaxe-, Diagnostik- und Therapienetzwerk eingeflochten.

Dieses interdisziplinäre Netzwerk vereint die Begutachtung und Behandlung des Fußes zum einen, aber auch die Therapie fortgeleiteter Probleme der Körperstatik durch den Fuß bis zur Beschwerdefreiheit zum anderen.

Nur durch die Zusammenarbeit der 5 Säulen – Ärzte, Physio- und Ergotherapeuten, Podologen und Orthopädietechniker – ermöglichen wir durch einen gesunden Fuß einen gesunden Körper und durch einen gesunden Körper einen gesunden Fuß.

Der Standort

Am Standort Berlin finden sie sozusagen die „Fußzentrale“. Hier laufen die Anfragen zusammen und werden beantwortet. Hier besteht bereits ein Netzwerk, welches sich erfolgreich um den Fuß kümmert und ihn therapiert. Von Berlin aus erfolgt zusammen mit dem Standort Stuttgart und dem Deutschen Verband für Physiotherapie e.V. (ZVK – Landesverband Baden Württemberg) die Organisation des ab nächstem Jahr beginnenden Fortbildungscurriculums.