Ausbildungsinhalte

  1. Interdisziplinäre Inhalte:
    1. Einführung, Allgemeines, interdisziplinäre Zusammenarbeit
      • Das 5 - Zehen- /Säulenmodell, Vorstellung der Disziplinen: Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Ärzte, Podologen, Orthopädietechniker
    2. International Classification of Function (ICF)
      • Ursprung der ICF, Definition und Grundbegriffe; Das bio-psycho-soziale Modell; Bedeutung der Klassifikation; Modelle des ICF; Integration und Etablierung der ICF in die Praxis, Fallbeispiele
    3. Evidenzbasierte Praxis
      • Definition und Geschichte der EBP, Unterschiede Evidenz, Effekt, Effektivität, Effizienz; Arten der Evidenz; Gütekriterien und kritische Beurteilung von Studien; Literaturrecherche, Studientypen verstehen, Statistische Grundlagen
    4. Clinical Reasoning (CR)
      • Definition und Geschichte des CR; Bedeutung des CR für den therapeutischen Prozess; Denk- und Entscheidungsfindungsprozesse bewusst wahrnehmen und reflektieren können; therapeutische Problemlösungsprozesse und „Lösungsstrategien“; Novize und Experte im Vergleich; Fallstudien und Evaluation mit CR
  2. Fachspezifische Inhalte:
    1. Medizinische Grundlagen
      • Anatomie, Physiologie und Pathologie des Fußes; Neurologische Grundlagen; Sensomotorik; Interaktion des Fußes mit dem menschlichen Körper; Biomechanik des Fußes
    2. Befunderhebung, klinische Muster
      • Anerkannte sowie neue Befunderhebungstechniken der unterschiedlichen Disziplinen (5 Säulenprinzip), Erlernen von klinischen Mustern zur Befunderhebung, Ganganalyse, Fußdruckmessung, 3-D-WS-Vermessung
    3. Kinderfuß, verletzter Fuß, operierter Fuß, rheumatischer und diabetischer Fuß, interaktiver Fuß, Sportlerfuß, der Fuß als „Steuermann“, der schmerzhafte Fuß
      • Komplexe ganzheitliche Behandlungsmöglichkeiten des/der Physiotherapeuten/-in bei unterschiedlichen Fußproblemen und -erkrankungen. Therapieformen bei Haltungs- und Statikproblemen über und durch den Fuß
    4. Orthopädietechnik, Podologie, Ergotherapie, Osteopathie
      • Einlagenversorgung; Orthetik; Schuhzurichtung; Ergotherapeutische Behandlungsmethoden; Der Fuß aus der Sicht der Osteopathie, Podologie
  3. Praktische Inhalte:
    1. Manuelle Mobilisation
      • Sicheres Palpieren von Gelenken und Strukturen; Planung der Behandlung unter Berücksichtigung von Kontraindikationen und Vorsichtsmaßnahmen; Manuelle Mobilisationstechniken für den Fuß; Reflexion und Evaluation der Behandlung
    2. Trainingstherapie und Rehabilitation
      • Übungen mit und ohne zusätzliche Geräte: Wahrnehmungsübungen des Fußes, Erkennen von funktionellen Abweichungen des Fußes und deren Korrektur, Spezifische Übungen, spez. Rehabilitationsmaßnahmen nach Schwerstverletzungen und nach Sportverletzungen (auch Hochleistungssportler)
    3. Physikalische Therapie
      • Triggerpunkttherapien, Stoßwelle , Kinesiotaping, Cryotherapie, Bioresonanztherapie, Elektrotherapie
    4. Ergotherapie
      • Erlernen von speziellen ergotherapeutischen Therapieformen im Rahmen der Behandlung von Fußerkrankungen
    5. Osteopathie
      • Erlernen osteopathischer Therapieformen zur Behandlung des problematischen und schmerzhaften Fußes und bei Fußerkrankungen
    6. Reflexzonentherapie
      • Einblicke in die Fußreflexzonentherapie und deren Vorteile und Nutzen in der Behandlung des kranken Fußes
    7. Kinesiologie und sensomotorische Therapie
      • Der Fuß als „Steuermann“ und Motor des menschlichen Körpers. Behandlung von Fuß- und Ganzkörperproblemen mittels sensomotorischer Therapieformen. Kinesiologische Tests
    8. OP-, Praxishospitationen beim Fußchirurgen (Orthopäde, Chirurg), Physiotherapeuten, Podologen, Orthopädietechniker, Ergotherapeuten. Die Hospitationsmöglichkeiten werden vom IFFTH festgelegt und bekanntgegeben
      • Hospitationen im Operationssaal bei fußchirurgischen Operationen, in der spezialisierten Physiotherapiepraxis, beim Fußchirurgen /-orthopäden in der Fußsprechstunde, beim Ergotherapeuten, Podologen und Orthopädietechniker. Die jeweiligen Hospitationsmöglichkeiten werden vom IFFTH vorgegeben. Es sind derzeit Standorte in Berlin, München und Stuttgart. Weitere Standorte werden dazukommen
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